Societatea fără numerar — Lückentext cu audio
Text autentic de nivel B2/C1 despre plata fără numerar în Germania. Exercițiu cu 16 spații libere, vocabular explicat și quiz de verificare.
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Die Deutschen wollen auch zukünftig nicht auf Bargeld verzichten. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten, repräsentativen Studie im Auftrag des renommierten Wirtschaftsmagazins \u201eCash\u201c. Demnach bevorzugen nur etwa vierzig Prozent der Befragten die bargeldlose Bezahlung mit EC- oder Kreditkarte, oder neuerdings auch mit Smartphone-Diensten wie Apple Pay, während die überwiegende Mehrheit ihre alltäglichen Geschäfte mit Münzen und Scheinen abwickeln möchte.
Die Studie brachte außerdem zu Tage, dass insbesondere Frauen in der Altersgruppe von 30 bis 40 Jahren an der Supermarktkasse weiterhin am Bargeld festhalten möchten. Männer in der gleichen Altersgruppe hingegen scheinen dem bargeldlosen Bezahlen etwas offener gegenüberzustehen. Europäische Spitzenreiter auf dem Gebiet des Bezahlens ohne Bargeld sind die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Finnland, deren Zustimmung hier in etwa 70% beträgt.
Selbst in den Zeiten der Pandemie fand in Deutschland die Möglichkeit eines bargeldlosen Bezahlens nur wenig Anklang. Wie eine Erhebung eines Berliner Handelsforschungsinstituts ergab, wurde zwar bereits 2020 jeder dritte Einkauf im Handel per Karte bezahlt, dieser Wert ließ sich jedoch in den folgenden Monaten nicht steigern. Hier stellt sich die Frage, wieso gerade die Deutschen so an ihrem Bargeld hängen. Dem Finanzexperten Manfred Krüger wurde ebendiese Frage gestellt. Er stellt klar, dass für viele Menschen, die das bargeldlose Bezahlen kritisch betrachten, die Freiheit und Anonymität ein großes Anliegen seien. Würde ein gewisser Geldbetrag per Bank überwiesen oder per EC-Karte bezahlt werden, hinterließe das immer Spuren. Somit wären alle Gewohnheiten, Neigungen und individuellen Vorlieben, für die eine bestimmte Person Geld ausgibt, nicht nur den Finanzinstituten, sondern auch den Behörden und Geheimdiensten bekannt. Dies wiederum würde zu einer kompletten Transparenz der Kauf- und Konsumgewohnheiten eines jeden einzelnen Menschen führen.
Außerdem habe er mit zahlreichen Leuten gesprochen, die die Befürchtung haben, dass die sensiblen Kontodaten durch das bargeldlose Bezahlen gestohlen würden. Diese Sorge komme seiner Auffassung nach in erster Linie daher, dass ein mangelndes Vertrauen in die Sicherheit und Belastbarkeit der technischen Infrastruktur vorliege.
Ein Blick nach China verrät, dass mit Plastikkarten und Smartphones das Ende einer bargeldlosen Bezahlung nicht erreicht ist. Dort hat sich inzwischen die Möglichkeit etabliert, sowohl mit dem Fingerabdruck als auch sogar mit Iris-Erkennung seine alltäglichen Käufe zu erledigen. Diese Vorstellung scheint in vielen Menschen hierzulande eine Angst vor einer dystopischen Zukunft, wie man sie bislang nur aus Science-Fiction-Filmen kennt, hervorzurufen.